CQ K28    Newcomer-Infos

 

 

 

 

 

UKW-SSB-Betrieb und Conteste

 

 

Auf zu neuen Zielen...

 

 

 

Nach einer gewissen Zeit erscheint der Funkbetrieb über die FM-Relais eher langweilig, während man anfangs noch euphorisch hinter jedem QSO herjagte.

 

Im Laufe der Zeit lernt man leider auch negative Verhaltensweisen kennen, die sich auf Umsetzern ereignen. Störungen und zweckentfremdete Nutzung stellen oft ein großes Ärgernis dar. Und mit manchen Geschehnissen, die sich auf einigen Repeatern zutragen, kann man sich selbst nicht identifizieren. Als Folge davon, lässt der Spaß am Relaisfunk nach, denn scheinbar geht es nicht mehr „weiter“.

 

Erste Maßnahme: man sollte unbedingt auch mal auf den 70-cm-Repeatern reinhören. Hier geht es ruhiger zu, Man trifft hier kaum die nervigen Störer, wie sie vielerorts auf 2-m-Umsetzern zugegen sind.

 

Oftmals gerät auch in Vergessenheit, dass der UKW-Funk nicht nur aus dem Funkbetrieb über Umsetzer besteht. Der UKW-Amateur hat weitaus mehr Möglichkeiten, seine QSO's über den Äther zu bringen.

 

Wem das Treiben auf den FM-Umsetzern nicht gefällt, der findet auf den SSB-Frequenzen sicherlich ein interessantes Betätigungsfeld.

Neben größeren Entfernungen kann man hier auch seinen persönlichen „Horizont“ erweitern, denn eigentlich fängt hier erst überhaupt der UKW-Amateurfunk an. Auch mit QRP-Leistungen lassen sich sichere Funkverbindungen herstellen und bei guten Ausbreitungsbedingungen sind sogar DX-Kontakte auf 144 MHz oder 432 MHz möglich.

Also: am Wochenende mal auf der SSB-Anruffrequenz (2 m: 144,300 MHz, 70 cm: 432,200 MHz) einen CQ-Ruf absetzen, man erhält bestimmt Antwort.

 

 

Auf das Equipment kommt es an

 

Zunächst benötigt man einen Transceiver, der SSB-tauglich ist. Zu empfehlen sind hier Gebrauchtgeräte der etwas älteren Generation. Neben ihren oftmals sehr guten Eigenschaften für den SSB- und CW-Betrieb sind sie auch erschwinglicher als ein modernes Neugerät.

Welche Geräte nun wirklich was „taugen“, erfährt man nur durch Herumfragen bei den „altgedienten“ Amateuren.

Wenn man Portabelbetrieb machen möchte, sollte man tunlichst darauf achten, dass das Gerät an eine externe Stromversorgung (12...13,8 V) angeschlossen werden kann. Erste Versuche kann man zwar auch mit einer Rundstrahlantenne unternehmen, allerdings sollte man die Erwartungen nicht sehr hoch ansetzten. Denn beim SSB-Betrieb werden meist horizontal polarisierte Richtantennen verwendet. Yagi-Antennen oder auch eine HB9CV-Antenne sind preisgünstig im Fachhandel zu bekommen.

 

Wer handwerklich geschickt ist, kann diese Antennen auch selbst herstellen. Bauvorschläge findet man in der Fachliteratur (z. B. Rothammel-Antennenbuch). Für Richtantennen wird ein Rotor benötigt, wenn die Antenne auf einem Hausdach (oder Gittermast) montiert werden soll. Bei Portabelaktivitäten kann die Antenne auch per Hand ausgerichtet werden. Hilfe beim Antennenbau erhält man vielerorts von Funkfreunden aus dem Ortsverband (->Affen-Diplom!). Der Antennenvertrag und zusätzliche Informationen des DARC sind bei Verhandlungen mit dem Hausbesitzer, sehr hilfreich. Auf dem Weg vom Transceiver zur Antenne sollte ein SWR-Messgerät installiert sein, damit das Stehwellenverhältnis und die Ausgangsleistung beobachtet werden können.

 

DIE Alternative: Portabelbetrieb

 

Viele Funkamateure erhalten an ihrem Wohnsitz keine Antennengenehmigung, oder es gibt sonstige Störfaktoren. Trotzdem können sie aber am SSB-Geschehen teilnehmen, wenn sie sich auf den Portabelbetrieb spezialisieren. Besonders Funkamateure der Genehmigungsklasse 3 können gewaltige Vorteile nutzen, wenn sie Funkbetrieb von einem Hügel oder einen Berg betreiben. Beim Portabelbetrieb kann man sich einen Standort aussuchen, der für den UKW-dX-Betrieb besonders gut geeignet ist. Entscheidend ist auch die Antennenhöhe über Grund und eine weitgehend ungehinderte Abstrahlung in möglichst alle Himmelsrichtungen. Mit Strahlungsleistungen unter 10 W (EIRP) können, auch unter normalen Ausbreitungsbedingungen, größere Reichweiten überbrückt werden. Als Antennenmast bieten sich Steckrohre an, die in verschiedenen Längen z.B. im Baumarkt erhältlich sind.

 

Um den Mast mit der Antenne zu befestigen, bindet man ihn beispielsweise an einen geeigneten Zaunpfahl (->Crimpzange), oder man benutzt eine spezielle Halterung, auf die man mit einem Rad des PKW fährt. Eine solche Halterung ist mit wenig Aufwand zusammengeschweißt, und vielleicht kann ein OM aus dem eigenen Ortsverband diese Arbeit erledigen. Portabelbetrieb lohnt selbst im Winter im eigenen PKW. Stichwort: Inversion! An klaren Wintertagen heizt sich das Fahrzeug durch Sonneneinstrahlung sehr schnell auf, und notfalls liefert die Heizung zusätzliche Wärme. Eine zweite (volle) leistungsfähige Autobatterie sichert den höheren Strombedarf. Somit wird die eingebaute KfZ-Batterie nicht zu sehr beansprucht, und nach der Aktivität kann man das Fahrzeug noch starten, um den Heimweg sicher anzutreten.

 

Zunächst sollte man sich mit der eigenen Station vertraut machen und die Bedienungsanleitung studieren, bevor man den Funkbetrieb aufnimmt. Dann stellt sich schon meist die Frage nach dem Standort, der als Locator im QSO übermittelt wird. Mit Hilfe einer Locatorkarte oder einem Computerprogramm sollte man sich vor dem QSO den Standortkenner ermitteln.

Zum Auffinden von UKW-Baken ist eine Bakenliste nötig (-> Jahrbuch für den Funkamateur, DARC-Verlag). Anhand der Bakensignale kann man nun die Ausbreitungsbedingungen beurteilen. Das Gespür dafür entwickelt man im Laufe der Zeit, wenn man weiter entfernte Baken immer wieder beobachtet.

 

Ein alter Wecker leistet als UTC-Uhr gute Dienste, und als Neuling zeigt einem ein Bandplan wo und in welcher Betriebsart gesendet werden darf. Im Bakenband herrscht jedoch Sendeverbot! Grundkenntnisse der englischen Sprache sind bei Funkverbindungen in das benachbarte Ausland hilfreich, aber eine normale Funkverbindung kann man notfalls auch mit den internationalen Abkürzungen (Q-Gruppen etc.) einigermaßen abwickeln.

 

 

Weite QSO's auf UKW

 

Bei der Ausbreitung über die Troposphäre spricht man von einer quasioptischen Ausbreitung. Zu viele Faktoren sind hier entscheidend, so dass man keine feste Angaben machen kann. Neben der eigenen Stationsausrüstung, Sendeleistung, Antennengewinn oder den Ausbreitungsbedingungen sind die komplette Stationsausrüstung und die Betriebstechnik der Gegenstation sehr entscheidend für einen gelungenen DX-Kontakt.

 

Hier die Definitionen:

DX auf 144 MHz (2-m-Band):     Entfernungen über mehr als 500 km.

DX auf 432 MHz (70-cm-Band): Entfernungen über mehr als 400 km.

 

Zunächst sollte man aber seine eigene Station kennen lernen und optimieren. Da wäre beispielsweise die Frage des Mikrofons. Alte Vorverstärkermikrofone sind für SSB-Betrieb meist nicht geeignet. Verstärkermikrofone erzeugen oft einen unangenehmen Raumhall oder übersteuern den Sender. Die Modulation wird also nur unverständlicher. Auch Sprachprozessoren können das eigene Signal nur unleserlicher machen. Sie sollten nur eingeschaltet werden, wenn hinter den Transceiver keine Endstufe betrieben wird. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Weil man sein eigenes Signal nicht beurteilen kann, stellt man den Mic-Gain mit Hilfe anderer Funkamateure ein. Anfangs ist man auf deren Hilfe auch angewiesen, weil man selbst keine eigenen Erfahrungswerte hat. Optimal ist eine Aussteuerung (Modulation) von etwa einem Drittel der maximalen Leistung. Sonst kommt es unweigerlich zu Verzerrungen (Splattern) des Signals. Weiterhin wird man feststellen, dass die Anzeige am Messgerät maximal bis 50 % ausschlägt. Durch die Trägheit der Instrumente wird beim Sprechen nicht die volle Leistung angezeigt, sie ist aber tatsächlich vorhanden.

 

Wer bisher überwiegend auf FM-Relais gefunkt hat, wird seine angestaubten Kenntnisse in der Betriebstechnik / Betriebsabwicklung etwas auffrischen müssen. Redewendungen und Abkürzungen aus alten CB-Funk-Zeiten helfen nicht weiter, sie sind sogar unerwünscht. Um eine möglichst sichere und reibungslose Betriebsabwicklung zu gestalten, hält man sich an das, was man in der Vorbereitung auf die Amateurfunkprüfung gelernt hat.

 

Außerdem trifft man auf den SSB-Frequenzen viele Gleichgesinnte, die man um Rat und Hilfe bitten kann. Sollte es Beschwerden zur Signalgüte geben, können Veränderungen an der Geräteeinstellung Abhilfe schaffen. Mit den ersten Funkverbindungen sammelt man automatisch immer mehr Erfahrungen. Die Betriebsabwicklung wird sicherer, und das Leistungsvermögen der eigenen Stationsausrüstung kann realistischer eingeschätzt werden. Wer die Betriebsabwicklung auf den SSB-Frequenzen beobachtet, merkt, dass hier ein „anderer Wind weht“.

 

 

Der typische erste DX-Kontakt

 

Die erste DX-Verbindung entsteht meistens zufällig. Man beobachtet die Bakensignale und die SSB-Frequenzen und merkt, dass die Bedingungen heute wohl besser sein müssen. Die Antenne wird eher zufällig in die „richtige“ Richtung gedreht. Plötzlich hört man eine Stimme aus dem Lautsprecher. Schon am Rufzeichen erkennt man eindeutig, dass es sich beispielsweise um einen englischen oder dänischen Funkfreund handeln muss. Es kann natürlich auch ein Schotte oder Italiener sein, aber das erste DX-Erlebnis spielt sich fast immer so oder so ähnlich ab.

Gespannt lauert man nun auf den nächsten CQ-Ruf der gehörten Station:

„CQ CQ CQ DX from...“

Das S-Meter zeigt einen Wert von S7 an. Der VFO wird genau abgestimmt, und die Stimme ist jetzt glasklar, aber mit leichtem Fading, zu hören. Eventuell muss die Antennenrichtung noch etwas optimiert werden. Jetzt kommt der entscheidende Moment: „G5ABC this is DO1DJJ calling and listening.”

Und siehe da: Der erste DX-Kontakt wird hergestellt.

 

Um ein Standard-QSO abzuwickeln, werden folgende Informationen ausgetauscht: Rufzeichen, Rapport nach dem RST-System, Locator, Name und QTH.

Das internationale Buchstabieralphabet hilft bei der Übermittlung der Informationen. Ein Mindest-QSO besteht aus dem Austausch von Rufzeichen, Rapport und Locator. Nur wenn diese Daten einwandfrei aufgenommen und übermittelt wurden, ist die Funkverbindung gültig. Nach dem Austausch der notwendigen Daten kann man nun die Stationsausrüstung vorstellen und vielleicht ein längeres Gespräch beginnen.

Die Vorfreude auf die QSL-Karte einer ersten DX-Verbindung wird sicherlich sehr groß sein. Was hier als Beispiel geschildert ist, ist erst der Anfang. Wer sich intensiver mit UKW-Ausbreitung und Technik beschäftigen möchte, stößt auf eine geradezu nicht endend wollende Vielfalt der Möglichkeiten.

Viele UKW-DXer haben ihre ersten Erfahrungen in einer ähnlichen Situation gemacht, und danach hat es sie nie wieder losgelassen, sie wurden vom „DX-Fieber“ gepackt. Wohl wissend, dass dabei der persönliche Erfolg nicht vom Himmel fällt.

 

 

Quelle: cqDL 01/2001 , nur für Ausbildung bestimmt

 


 

 

 

Foto: RLP-Abend 70 cm 29.05.2004 portabel aus Niedert

Von links nach rechts: DO1DJJ, DL3Pk,  ? , DF7WL

 


 

 

CQ Contest, CQ Contest

Der ein oder andere ist bestimmt schon auf dem Band über einen Contest „gestolpert“ und hat sich gedacht: das geht mir zu schnell, da komme ich mit  dem Hören nicht hinterher. Watt is’ dat dann?

 

 

Was ist ein Contest?

Ein Contest ist ein Funkwettbewerb, der meist an den Wochenenden stattfindet. Ziel ist es, möglichst viele Verbindungen (QSO’s) in einer festgelegten Zeit zu tätigen. Der Zeitraum beträgt im allgemeinen zwischen 2 und 24 Stunden. Manche Wettbewerbe dauern auch 48 Stunden oder eine Woche. Der Contest kann außerdem zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit der eigenen Funkstation dienen. Er trägt bei zur Belebung der Amateurfunkbänder und somit zu deren Erhalt für die Zukunft. Weiterhin ist es eine gute Gelegenheit, seltene Stationen und DOK’s zu arbeiten und für diese Verbindung eine QSL-Karte für Diplome oder die Sammlung anzufordern. Für viele Funkamateure ist ein Contest Funkbetrieb in konzentrierter Form, d.h. mitunter vier Monate fast kein QSO und dann an einem Wochenende in 48 Stunden mehr als 1000 Verbindungen.

 

 

Leistungsfähigkeit?

Neben der Teilnahme am Contest dient er dem teilnehmenden OM zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit der eigenen Funkstation. Wie das?

Beispiel: Im Jahr 2001 wurden beim XY-Contest auf 20 Meter mit Antenne A  516 QSOs in 16 Länder geführt. Im Jahr 2002 beim gleichen Contest unter gleichen Ausbreitungsbedingungen wurden jedoch mit geänderter Antenne 790 QSOs in 25 Länder geführt. Ergo ist die geänderte Antenne die bessere, das Hinterfragen in Test-QSOs mit zum Teil widersprüchlichen Antworten hat sich damit erübrigt.

 

 

Strenges Reglement

Ein Contest ist streng reglementiert. Die Regeln findet man in den so genannten Ausschreibungsbedingungen, die für den Contest gelten und unter anderem in der cq-DL in den Rubriken HF-Wettbewerbe und UKW-Wettbewerbe nachzulesen sind. Weitere Quellen: Internet, Packet Radio. Conteste werden von den einzelnen Amateurfunkvereinigungen koordiniert, um eine ausgewogene Verteilung zu gewährleisten. In den Ausschreibungen sind alle Informationen bezüglich der Abwicklung nachzulesen.

 

 

Erläuterungen zu den Contestausschreibungen

Im Allgemeinen darf man jede Station nur einmal pro Band arbeiten. Duplikate werden entsprechend gestrichen bzw. nicht gewertet. Teilweise gibt es auch unterschiedliche Klassen während des Contests, z.B. Ein- und Mehrmannbetrieb sowie unterschiedliche Leistungen, z.B. QRP, nur SSB, nur CW oder Mixed, bestimmte Frequenzbereiche usw. Die ausführlichen Regeln sind jeweils den entsprechenden Contestausschreibungen zu entnehmen.

 

 

Nur kurze QSO's

Wegen der Kürze des Wettbewerbs und dem Ziel, möglichst viele Verbindungen zu loggen, fällt das eigentliche QSO sehr kurz aus. Es handelt sich nur um den so genannten Ziffernaustausch. Das ganze möglichst kurz, aber doch verständlich. Manchmal wird der Anruf von einem digitalen Speicherchip ausgesendet, um der Stimme eine kurze Pause zu gönnen. Man antwortet unmittelbar nach der letzten Silbe mit dem eigenen Call, ggf. auch nur mit dem Suffix zweimal hintereinander.

 Beispiele für Ziffernaustausch:

  • RS(T) + laufende. Nummer ab 001

  • RS(T) + DOK + Locator (nur UKW)

  • RS(T) + laufende. Nummer + Name

  • RS(T) + WAZ-Zone oder dgl.

 

Es sind auch andere Kombinationen möglich, zum Beispiel Name, Alter, Sendeleistung, Kfz-Kennzeichen, usw. Der Fantasie der Ausschreibungen sind keine Grenzen gesetzt. RS(T) bedeutet dabei die Lesbarkeit R und die Signalstärke S, bei CW bzw. Digimodes zusätzlich T für Ton. Die laufende Nummer wird ab 001 aufwärts gezählt, im internationalen Verkehr werden dabei die Zahlen auf Englisch hintereinander gesprochen. Z.B. 006 ist Zero-Zero-Six, 1246 ist One-Two-Four-Six, nicht Onethousand-Twohundred-Fourtysix.

 

Man kann bei Nichtverstehen der Übermittlung (wegen QRM/QSB) jederzeit nachfragen. Auf UKW wird im allgemeinen zusätzlich zu Rapport und DOK der Locator nach dem Maidenhead-System übermittelt (z.B. JO30ME). Mit einem geeigneten Logprogramm ist am PC leicht die Entfernung in Kilometern abzulesen, oft ist die Entfernung als Punktesystem in die Endabrechnung zu übernehmen. Jeder Kilometer kann dabei einen Punkt zählen.

 

Das ganze QSO geht also recht knapp, knackig und doch präzise vor sich. Zeit für übertriebene Höflichkeitsfloskeln bleibt da nicht. Bei sehr gut bekannten Stationen (mindestens zehnmal gearbeitet außerhalb von Contesten) sagt man schon mal einen Satz mehr: Hallo Thomas, Gruß nach X-Dorf, Gutes Signal. UFB Bedingungen auf UKW. Eben HG mit 59. AWDH... Bei Erstverbindungen kann man zum Abschluss zusätzlich sagen: Bitte QSL.

 

 

Erst zuhören

Bevor man sich in das Getümmel stürzt, lohnt es sich bei einer gut hörbaren Station aus der Nachbarschaft über einen längeren Zeitraum zuzuhören und sich die allgemeine Betriebsabwicklung einzuprägen. Es gilt vor allem, das eigene Call gemäß Internationalem Buchstabieralphabet durchzugeben. Nach dem offiziellen bitte, und kein Sugar, Mexico, Ontario...

 

Manche Conteste verlaufen äußerst schleppend in Sachen Betriebsabwicklungen, alles muss, wegen QRM und QSB, zwei bis drei mal wiederholt werden, andere laufen sehr schnell. Zwei QSO’s pro Minute sind mitunter drin, es gibt aber auch ausgesprochene Durststrecken: 15 min nichts oder nur ein QSO; da ist man froh, wenn sich wieder jemand meldet. Bei den großen Contesten wird von den CQ-rufenden Stationen teilweise mit großem Aufwand Betrieb gemacht, d.h. PA und gestockte Antennensysteme o.ä. Wenn man diese Stationen wegen ihrer Seltenheit (DX etc.) anruft, muss man sich unter Umständen etwas gedulden und es mehrfach versuchen, bevor man an die Reihe kommt und gehört wird. Deshalb empfiehlt sich für den Einsteiger zuerst der Betrieb mit gut hörbaren Stationen, um Missverständnisse und ggf. entmutigende Misserfolge zu vermeiden. Wenn man dann vom „Contest-Virus“ befallen ist, gibt es sowieso kein Halten mehr.

 

Contest-QSL-Karten

Für jede Contest-Verbindung kann via Büro eine QSL-Karte angefordert werden. Beachten: viele OM’s führen das Contest-Log oftmals getrennt vom „normalen“ Logbuch. Es empfiehlt sich daher, auf der Karte den Namen des Contests und ggf. auch die ausgetauschten laufenden Nummern aufzuführen, z.B.: S-H-Contest No. 034, oder nur RLP-Woche 2004. Dies erleichtert dem Funkpartner erheblich die Suche in diversen elektronischen Logs.

 

 

Der Einsendeschluss

Jeder Contest lebt vom Mitmachen und somit auch vom Einsenden der Contest-Logs. Auch kleine Logs mit nur zehn QSO’s werden gerne vom Contest-Manager angenommen, viele kleine Logs des selben OV’s heben diesen in der DOK-Wertung erheblich nach oben. Viele PC-Logbuchprogramme können den Contestzeitraum in eine Datei exportieren, die sich mit Word oder Notepad editieren lässt. Es ist kein Problem, 30 min nach Contestende das entsprechende Log per E-Mail dem Manager zuzusenden. Und das sozusagen zum Nulltarif. Die Einsender werden zum Teil mit einer entsprechenden Teilnahme-QSL bedacht. Mittlerweile haben einige Conteste auch eine separate DO-Wertung. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein kleines Log einzusenden.

 

 

Logs – So geht’s

QSO-Punkte und Multiplikatorpunkte, also was und wie gezählt wird, ist der entsprechenden Ausschreibung zu entnehmen, ebenso welche Spalten im Logauszug enthalten sein sollen. Um saubere und deutliche Schreibweise wird gebeten, am Besten mit PC.

Außerdem am Schluss des Logs oder auf einem extra Deckblatt neben Gesamtpunkten der Hinweis: „Ich erkläre, dass ich die Regeln für den  XY-Contest 2004 beachtet und die Lizenzbestimmungen meines Landes eingehalten habe. Die Angaben des Logs entsprechen der Wahrheit. Ort, Datum, Call, Unterschrift.“

 

Zusätzlich in der Kopfzeile die Adresse, Rufzeichen, Standort der Funkstelle usw. gemäß der Ausschreibung. Die meisten Manager nehmen elektronische Logs via E-Mail an. Ich empfehle die Einsendung mit der Post, dann geht es eher nicht verloren als per elektronischer Post. Bei Posteinsendung kann im allgemeinen mit freiem Rückumschlag (SASE) eine Ergebnisliste angefordert werden.

 

 

Mitmachen!

Hoffentlich ist der eine oder andere Neuling neugierig geworden. Wenn es heißt, einige Bänder seien angeblich tot, wird man während des Contests eines Besseren belehrt. Sie sind auf einmal dicht belegt. Wenn es sonst auf UKW keine 100 km ging, geht es im Contest vielleicht bis HB9, OE, I oder G. Eine UKW-SSB-Anlage, Richtantenne, guter QTH, etwas Glück sowie leicht angehobene Bedingungen vorausgesetzt. Wer Probleme mit Englisch hat, für den gibt es auch genügend Conteste innerhalb Deutschlands. Da geht es außerdem etwas ruhiger zu. Jeder Distrikt im DARC sowie der VFDB veranstalten einmal jährlich ihre Kurzconteste in Form von Aktivitätsabenden, Aktivitätswochen oder dergleichen sowohl auf KW (vorzugsweise 40 m und 80 m) als auch auf UKW. Bei der Rheinland-Pfalz-Aktivitätswoche zählen außerdem FM-Direkt-Verbindungen. Die Aktivitätsabende heißen deswegen so, damit an ihnen Aktivität gezeigt wird. Wer 360 Tage im Jahr nicht viel macht, sollte sich wenigstens an den entsprechenden Contesttagen seines Distriktes aufraffen und am Contest teilnehmen. Mitmachen, CQ-Rufen, oder wenigstens Antwort geben und Punkte verteilen. Jeder wird auf Neulinge Rücksicht nehmen und sie unterstützen.

 

 

Portabel im UKW-Contest

Bei UKW-Contesten heißt es, rauf auf die Berge! Ggf. vorher einen guten Standort aussuchen, der mit dem PKW erreichbar ist und auch Befestigungsmöglichkeiten für Antennen etc. bietet. Portabelgeräte wie der FT-290 bzw. FT-790 bieten sich besonders wegen der Möglichkeit des Batteriebetriebes, Wechselmöglichkeit zwischen Batteriepack und PA sowie des kleinen Packmaßes an.

 

Ohne PA sind bei beiden Geräten 10 W EIRP für DO’s kein Problem. Zusammen mit einer HB9CV oder einer kleinen Yagi kann es von jedem Berg losgehen. Außerdem sind diese Geräte halbwegs erschwinglich und in ausreichender Menge auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich. Sie sind als Zweitgerät gut geeignet, wenn man nicht jedes Mal den Stationstisch wegen eines Portabel-UKW-Contests auseinander pflücken will.

 

 

Digimodes und Interessengruppen

Für die Digimodes wie z.B. PSK31, RTTY, Hell gibt es gesonderte Wettbewerbe von verschiedenen Veranstaltern. In Deutschland gibt es auch diverse Wettbewerbe von verschiedenen Interessengruppen, wie z.B. der DIG, RIA, IPA, MF, Diplomsammler Waterkant, IGARAG, Holzhammer-Club usw. Dabei sollen besonders die Mitglieder dieser Gruppen gearbeitet werden, aber natürlich auch alle anderen. Solche Conteste eignen sich hervorragend zum Sammeln von Mitgliedsnummer etc., um später nach Erhalt der QSL-Karte die entsprechenden Diplome der Veranstalterverbände zu beantragen.

 

 

 

 

Quelle: cqDL 08/2003, nur für Ausbildung bestimmt

 

 

 


 

 

 

 

 

AFu-Infos:

 

 

 

Liste der Relais-Funkstellen in DL:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/70cm.htm  (70 cm)

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/2m.htm       (2 m)

 

 

 

DOK-Liste Deutschland:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/Dok-DL.htm

 

ADL-Liste Österreich:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/ADL.htm

 

Kanton-Liste Schweiz:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/Kanton-CH.htm

 

Distrikt-Liste Frankreich:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/Dis-F.htm

 

Regio-Liste Niederlande:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/Regio.htm

 

AFU-Länderkenner:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/Laender.htm

 

 

 

Infos zu CW:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/CW.htm

 

 

 

„Die QSL-Karte“:

 

www.discjockey-joerg.de/Pages/Afu/QSL-Karte.htm

 

 

 

HAM abc - das AFU-Lexikon online:

 

www.qslOnline.de/hamabcf.htm

 

 

 

Weltzeit / Zeitzonen:

 

www.weltzeit.de

 

 

 

Contesttermine:

 

www.bavarian-contest-club.de

 


 

 

 

 

Surftipps:

 

www.kilo28.de

 

www.discjockey-joerg.de

 

www.amateurfunkausbildung.de